Montag, 29. Dezember 2008

Langkawi

Eigentlich wollte ich keinen Bericht über Langkawi schreiben, wir den größten Teil der Zeit mit am-Strand-liegen, sonnen, im Meer baden und essen verbracht haben.
Allerdings dachte ich mir, es würde euch vllt doch interessieren wie ich Weihnachten verbracht habe, da das doch mal etwas ganz anderes war. Hier also nun doch ein kleiner Bericht... (mit ganz vielen Fotos)

Erst mal, das ist Langkawi (um euch gleich mal ein bischen neidisch zu machen ;-) ). Hatte am Strand so um die 40°C. Das war doch etwas heiß. Bis zum späteren Nachmittag war es eigentlich auch nur sinnvoll, im Schatten zu bleiben und nur kurzweilig in der Sonne zu bruzeln um sich, beispielsweise nach dem Wassergang wieder zu trocknen.

Der Tag begann mit einem leckeren Brunch in einem Lokal unserer Wahl, ging dann zum Strand-liegen mit gaaaanz viel Zeit zum Lesen über, machte einen kurzen Stop zum Duschen und umziehen und endete dann mit einem gemütlichen, vortrefflichen Essen. Wahlweise chinesisch, indisch, malaiisch oder auch mal westlich. Hm, war das lecker... Ab und zu sind wir danach sogar noch weggegangen :-). Ja, mit meinem Vater!

Nun aber zu Weihnachten. Eigentlich war ja geplant dieses Fest gebührend unter Palmen mit mindestens einer Kerze zu feiern, da uns aber einerseits die Kerze fehlte und der liebe Gott sich andererseits genau an diesem Tag in den Kopf gesetzt hatte es kräftig schütten zu lassen, verlegten wir die kleine Zeremonie in unser Zimmer. Ich muss gestehen, wir haben nicht mal ein Weihnachtslied gesungen (dafür aber am Abend davor, als wir durch die Straßen wanderten, mein Gott, haben die Leute vllt blöd geschaut ^^)

Danach ging es weiter in das beste indische Lokal meines Lebens und dann in eine Strandbar in der wir sämtliche anderen Touristen beim ausgelassenen Feiern trafen. Sogar eine Feuer-show wurde uns geboten...

So, ich glaub, das wars dann auch schon soweit. Wir hatten jedenfalls eine sehr schöne, erholsame Zeit und ich bin mir sicher, wenn ich das nächste mal ein verlängertes Wochenende oder so habe, werde ich wieder dort landen... :-)

Selamat Jalan

Thailand

So, nach einem einwöchigem Urlaub mit meinem Vater auf Langkawi, einer wunderschönen Trauminsel im Nord-Westen Malaysias komm ich nun endlich dazu den noch fehlenden Bericht über Thailand niederzuschreiben.

Übermüdet und fix und alle kamen wir am 23.11. also in Bangkok an (mein Gott, is das lang her, hoffentlich bekomm ich überhaupt noch zusammen, was da alles so war). Die ersten Tage verbrachten wir in Bangkok, sahen uns die Stadt an, genossen das thailändische Essen und liesen uns die erste Thaimassage unseres Lebens geben. Das war ein Erlebnis ^^. Man hätte meinen können, die wollen uns alle Knochen brechen, doch Wunder oh Wunder, man fühlte sich danach sogar erheblich besser :-).
Nach den ersten Stadterkundungen ging es erst einmal für 2 Tage in einen Nationalpark. Leider machten wir den Fehler einer organisierten Tour und mussten uns somit wieder einmal, wie in Vietnam auch, den Touristenquatsch reinziehen. Seis drum, der zweite Tag war dann trotzdem sehr schön und die Landschaft, die wir bewundern konnten, machten das ganze wieder wett.

Wieder zurück musste erstmal die nächste Thaimassage her :-). Wir haben dann übrigens auch den Philippe nochmal wieder getroffen, der noch einen Zwischenstop in BKK machen wollte, bevor es für ihn dann weiterging nach Sydney.
Was gibt es noch groß zu berichten? Die Stadt ansich ist schön. Es war teilweise etwas, naja, seltsam, da manche Straßen abgesperrt waren und man überall Massen von Polizisten antraf. Ansonsten war alles ruhig. Man hat von den Unruhen nur durchs Fernsehen was mitbekommen. Glück für uns. Sonst hätte ich die Zeit dort nicht so ruhig verbringen können.

Tja, und bis zu meinem Aufbruch nach Kuala Lumpur per Bus haben wir dann eigentlich nicht mehr viel gemacht. Außer schlafen, essen, saunieren und am Pool liegen...

Es kann natürlich sein, das ich jetzt was wesentliches vergessen habe. Naja, seis drum.
Ihr bekommt jetzt noch ein paar Bilder dann muss das passen :-)

Machts es gut!



Affe sucht Zuhause...

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Vietnam

So, nun folgen endlich meine Berichte über Vietnam und Thailand. Vllt habt ihr schon das eine oder andere von der Marina gelesen...

Wir befanden uns vom 15.11. bis 23.11. in Vietnam, zuerst in Hanoi (absolut grässlich die Stadt, viel zu versmoggt, laut und unruhig), dann in der Halong Bay (Landschaftlich wunderschön, aber irgendwie so ein grässliches Touristending...), danach in Hue (ungefähr in der Mitte Vietnams, schön, ruhig, still, einfach angenehm) und dann zum Schluss wieder in Hanoi, da unser Flug nach Thailand von da aus ging.
Zu Hanoi gibts nich besonders viel zu sagen, wir haben eigentlich nur geschaut, das wir so schnell wie möglich da wieder rauskommen :-). Allgemein die Stadt an sich war schon schön und aufregend, aber man hatte einfach auch ständig das Gefühl, dass einen die Menschen bescheißen wollen. Also nicht so prickelnd...

Also auf wo anders hin. Wohin? In die Halong Bay natürlich! Ist wirklich sehr empfehlenswert, auch wenn man keine andere Möglichkeit hat, als mit einer organisierten Tour dortin zu kommen. Hatte den Nachteil, das wir uns irgendeinen wir-bespaßen-Touris-scheiß reinziehen mussten, auf der anderen Seite aber nen Haufen Bagpacker aus der ganzen Welt kennengelernt haben. Mit denen war der Abend auf dem Boot (ja, wir haben auf dem Wasser übernachtet) auch sehr sehr lustig, was uns wieder versöhnt hat.

Wieder zurück in Hanoi ging es am gleichen Abend noch weiter nach Hue. Die Fahrt mit dem Sleeping-Bus dauerte geschlagene 11 Std. soweit ich mich erinnere. Total gerädert, übermüdet und fertig kamen wir dann in dieser ruhigen alten Kaiserstadt an, um uns dann erst mal mit einem belgischen Freund, den wir aus Kuala Lumpur kannten, zu treffen. Nach etwas Sightseeing in der doch nicht so aufregenden Stadt (noch dazu mit Regen, in Vietnam is es so gut wie immer am Regnen...)

beschlossen wir am darauffolgenden Tag die Höhlen an der Grenze zwischen dem ehemaligem Norden und Süden, die während des Vietnam-Kriegs gebaut und genutzt wurden, zu besichtigen.
Eine gute Entscheidung wie sich herausstellte. Es war wahnsinnig interessant und bewegend. In der Schule haben wir ja nicht so wahnsinnig viel über den Krieg gelernt, oder es hat uns nicht besonders interessiert, weil wir einfach nichts damit verbanden, aber dann direkt davor zu stehen, die Geschichten zu hören usw, das war wirklich beeindruckend...

Wieder zurück in Haoni haben wir uns noch den Ho Ching Min (wenn man ihn denn so schreibt) Palast und das Mausoleum usw angeschaut. War langweilig, ich gebs zu. Aber dann können wir wenigstens sagen, wir haben auch etwas Kulturprogramm in Hanoi gehabt ;-). Ja und am nächsten morgen um halb 7 gings auch schon weiter nach Thailand... Bericht folgt.

Das sind übrigens die Marina und der Philippe bei einem gemütlichen Frühstück in Hue (so unendlich viel besser, als das malaiische dank dem französischem Einfluss...)

Montag, 15. Dezember 2008

Taman Negara

Bevor ich mich Thailand und Vietnam widme muss ich diesen Berich noch unbedingt einschieben.
Ich war vom 9.12. bis 11.12. mit 120 jugendlichen Chinesen aus der Gemeinde (und Freunden)im National Park. Ich muss sagen, diese 3 Tage haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Erstens war es mal eine ziemlich neue Erfahrung für mich, die einzige Europäerin zu sein und als einziges eine Sprache nicht zu verstehen und zweitens diese völlig neue Art eines Jugendcamps für mich.

Doch zuerst mal zum Nationalpark ansich. Dieser ist nämlich einfach wunderschön und ich habe das Dschungle-Trekking am 2. Tag so richtig genossen. Das war für mich das absolute highlight. Es ist der älteste in ganz Malaysia, ein richtiger Urwald einfach. Zum Glück hatte es am Tag zuvor nicht geregnet, was die meisten von uns vor Blutegeln bewart hat (mich zum Glück auch). Mit dem Wandern bin ich trotz Müdigkeit gut zurecht gekommen. Ich würde euch so gerne Fotos zeigen, aber leider war es verboten eine Kamera mitzunehmen (ein paar haben es trotzdem gemacht, ich habe die Fotos nur noch nicht bekommen, vllt kann ich sie nachliefern). Wir haben interessante Tiere entdeckt (z.b. einen riesigen Frosch, der aussah wie ein Blatt) unser Führer hat uns allerhand über die verschiedenen Pflanzen und ihren Nutzen erzählt und wir sind über die längste Hängebrücke der Welt gelaufen. Das war zu Anfang beeidruckend, nach einiger Zeit aber doch etwas langweilig ;-).



Das restliche Camp war, ja, gewöhnungsbedürftig. Ich bin teilweise mit der Art der Vermittlung, sowie mit dem vermittelten so garnicht einverstanden. Das Ganze galt als „Gospel-Camp“ was soviel heißt, dass alle nicht-Christen die dabei waren zum Glauben bekehrt werden sollten. Puh, und wie. Täglich wurde ein anderes, krasses Video gezeigt, das vielen von ihnen, da bin ich mir sicher, Angst eingejagt hat. So wurde am zweiten Tag beispielsweise ein sehr anschauliches Video zum Tag des jüngsten Gerichts gezeigt (alles ist in die Luft geflogen, Menschen sind verbrannt usw... richtig schön grausam halt) mit der Botschaft, das alle, die bis dahin, und man weiß ja nicht, wann dieses „dahin“ sein wird, Jesus nicht in ihr Herz gelassen haben, in der Hölle landen werden. Ich dachte, ich höre nicht recht! Moment mal, bin ich in der katholischen Kirche des Mittelalters gelandet oder auf einem evangelischen Jugendcamp? Ich muss sagen, ich hatte doch eher den Eindruck bei ersterem zu sein. Ich war geschockt, perplex und konnte nur noch den Kopf schütteln. Nein, das hat für mich wirklich nichts mehr mit der evangelischen Kirche zu tun...

So, soweit meine Eindrücke.

Samstag, 6. Dezember 2008

I'm back!

Hallihallo,

ich habe es doch tatsächlich geschafft einen Weg zurück nach Malaysia zu finden. Allerdings war das alles andere als angenehm und einfach.

Am Dienstag beschloss ich, auf dem schnellsten Weg zurück nach hause zu kommen. Es war zwar nicht "schlimm" im eigentlichen Sinne, da wir, wie ich ja bereits im vorangegangenen Bericht schrieb, in einem äußerst angenehmen Hotel untergebracht waren, aber trotzdem... Ich bin immer wieder erstaunt, welche neuen Seiten ich an mir entdecke. In diesem Fall das Gefühl irgendwo fest zu sitzen. Das war für mich so richtig schrecklich. Ich konnte nichts genießen und hatte nur noch den einen Gedanken: "Ich muss hier so schnell wie möglich raus". Ja und das habe ich dann letztendlich auch getan.
Allerdings war das ganze alles andere als schnell. Die Busfahrt von Bangkok nach Penang (im Norden Malaysias) dauerte mit Verspätungen, tausendmal umsteigen und was weiß ich nicht noch alles für ungeplanten Zwischenfälle, 24 Stunden! Ja, richtig gehört. In diesen 24 Std. habe ich vllt 3 oder 4 geschlafen. Ihr könnt euch also vorstellen, wie fertig ich dort angekam. Glücklicherweise begleitete mich eine Deutsche aus Kempten auf dieser Reise mit der ich bis in die späte Nacht quatschte, bis wir freundlich drauf hingewiesen wurden (von einem anderen Deutschen), das wir doch bitte leise sein mögen :-).

In Penang bin ich dann erstmal übernacht geblieben um ein bischen auszuruhen. Und dann ging es am Freitag, also gestern, zurück nach Kuala Lumpur. Endlich!
Die Zeit seit dem habe ich größten Teils mit Wäsche waschen und müde rumhängen verbracht. Wird aber schon wieder :-)

Die Marina allerdings, die sitzt immer noch in BKK. Sie wollte auf den nächsten Flug warten, der geht am Montag. Ich hoffe, sie kann den nehmen und kommt gut und gesund wieder zurück nach Malaysia.

So, das wars jetzt erstmal. Berichte von Vietnam und Thailand kommen vllt in den nächsten Tagen :-).

Bis dahin, machts es gut!

Montag, 1. Dezember 2008

gestrandet in Bangkok

Hallo meine Lieben,

da sitze ich also... Mein Flug sollte heute morgen nach Kuala Lumpur zurueck gehen, aber scheinbar hatte das Schicksal anderes mit uns vor.
Und so sitzen wir nun, wie hunderttausend andere hier in Thailands Hauptstadt fest und warten darauf, das die Demonstranten den Flughafen wieder freigeben. Doch wann das sein wird...
Es koennte morgen vorbei sein oder auch erst in 2 Wochen. Und solange muessen wir warten.
Klar, wir koennten mit dem Bus oder Zug in den Sueden runter fahren und dort die Grenze nach Malaysia ueberqueren, aber 1. wird uns das Geld fuer den Flug nicht zurueck erstattet und wir wuerden so eine nicht unerhebliche Summe verlieren, 2. versuchen das Tausende, was bedeutet, das die Strassen voll sind und 3. waren wir heute bei der Deutschen Botschaft, die uns waermstens davon abgeraten haben, weil der Sueden gefaehrlich sein sollte. Also werden wir wohl hier bleiben muessen.
Das ist allerdings doch garnicht so schlimm. Da der Regierung das ganze echt peinlich und unangenehm zu sein scheint, stellt sie fuer jeden gestrandeten Touristen eine Summe von 2000 Bhat pro Person pro Tag zur Verfuegung und so konnten wir heute in ein 5-Sterne-Hotel einchecken. Alles umsonst. Sogar drei Mahlzeiten am Tag sind inklusive...

Ihr seht also, ihr braucht euch keine Sorgen zu machen. Bangkok ist ruhig und doch auch immer noch sicher. Wenn man gewissen Brennpunkte vermeidet merkt man nichts aber auch wirklich garnichts von den Unruhen.

Bis bald!

Rahel