Montag, 29. September 2008

Kirche und Gemeindeleben

Hai alle zusammen,

ich wollte euch vom vergangenen Sonntag berichten, den ich absolut fantastisch fand!

Tagesablauf:
8.30 Uhr: Rahel schält sich mehr oder weniger ausgeschlafen aus dem Bett
9.30 Uhr: Ich erscheine mittlerweile frisch und munter pünktlich zum Gemeindegottesdienst, den es extra ein zweites mal auf englisch gibt (also für alle, die das noch nicht ganz verstanden haben: Es gibt zwei Gottesdienste, die parallel gehalten werden. Der im größeren raum auf chinesisch und im kleineren auf englisch. Wenn ich kleineren sage, dann meine ich aber immer noch einen Raum so groß wie ein Klassenzimmer und er ist wirklich bis auf den letzten Platz besetzt. soviele leute habe ich in deutschland schon lange nicht mehr in einem gewöhnlichen gottesdienst gesehen. und wenn man bedenkt, dass das auch noch die Minderheit der gemeinde war... Wahnsinn. es wurde wie immer sehr viel und sehr locker, mit begleitendem klatschen gesungen. ein auswertiger pfarrer, der zu besuch war, predigte echt realtitätsbezogen und einfach nur fesselnd. Das englisch war zum Glück größtenteils verständlich und das englische Vater-unser kann ich auch schon fast auswendig...)
11.30 uhr: Ende des gottesdienstes. Alle stehen noch vor der Kirche, unterhalten sich, tauschen neuigkeiten aus, vereinbaren Termine. Es wird viel gelacht. Alle sind sehr herzlich.
11.45 uhr: Ich bin mit drei jugendlichen aus der gemeinde zum lunch gegangen. Das ist hier so üblich. es ist ein richtiges gesellschaftliches ereignis jeden sonntag. Das ist so schön. hier wird gemeinschaft richtig gelebt...
13.30 Uhr: ich bin wieder in der kirche. Muss noch ein paar sachen ausdrucken und vorbereiten, denn.... um
14.00 Uhr: Halte ich den ersten Deutschunterricht meines lebens :-). Meine schülerschar besteht aus 8 gut gelaunten erwachsenen, die mir mehr oder weniger bekannt sind, und von denen im Oktober einige nach Deutschland und zu mission 1Welt fahren werden. ich glaube, es hat ihnen gefallen und ich bin hochmotiviert weiter zu machen.

Hach ja, der restliche tag war dann nicht mehr so erlebnisreich, aber ich bin sehr glücklich wieder in meine Wohnung und zur marina zurück gekehrt.

Übrigens, übernächste Woche hab ich mich bei der Jugendgruppe dafür gemeldet, den "Talking-Point" zu übernehmen und schon eine ganz tolle Präsentation über taizé zusamengestellt! Vllt schaffe ich es ja sogar, hier mal ein taizé-gebet zu organisieren. Wenn mir das gelingt bin ich mehr als zufrieden mit mir und meiner arbeit hier!

Ganz liebe Grüße nach Deutschland!

Freitag, 26. September 2008

kurze Schreckensnachricht!

Hey Leute,

ob ihrs glaubt oder nicht, ich habe gerade eben auf der Heimfahrt von der Cell-Group im Radio ein Lied von Toiko Hotel gehört! Wie krank ist das denn? Ich dachte, wenigstens DIE wäre ich los, wenn ich auf der anderen Seite des Planeten bin...

Donnerstag, 25. September 2008

Alltag in Cheras

So, nun mal ein Bericht, wie es hier so Tag ein Tag aus in der Gemeinde und im Kindergarten abläuft (damit ihr nicht den Eindruck bekommt, dass ich nur am rumreisen und feiern bin ;-) ).

Wie ihr ja mittlerweile wisst arbeite ich in einem Chinesisch-Christlichen-Kindergarten. Das Gebäude in dem er sich befindet, ist gleichzeitig auch die Kirche und das Gemeindezentrum.

Den Kindergarten besuchen zwischen 300 und 400 Kindern (genauer konnte man mir das bis jetzt nicht sagen...). Diese sind wiederrum in Vormittags- und Nachmittagsgruppen aufgeteilt. Da ich über die ganze Struktur usw noch nicht so bescheid weiß werde ich den detailierten Bericht auf wann anders verschieben.

Jedenfalls arbeite ich nun schon seit fast 2 Wochen hier. Ich kann gerade noch garnicht so sagen, ob es mir nun gut oder nicht so gut gefällt, da wir im Moment noch nicht mit so vielen Aufgaben haben. Wir sitzen oft in irgendwelchen Klassen drinnen und beobachten die Lehrer bei ihrer Arbeit, helfen bei irgendwelchen Aktivitäten mit oder befinden uns im Learningcenter (was das genau ist erfahrt ihr auch in dem genaueren Bericht).

(Mädchen mit besonderer Uniform)

Die Gemeinde ist recht groß, finde ich. Genaue Angaben lassen sich im Moment auch darüber noch nicht machen.

Jedenfalls wird hier der Glaube viel stärker gelebt, als bei uns. Das liegt sicher auch daran, dass es 1. einfach eine Minderheit in Malaysia ist, die Christen sind und 2. dass es für sie einfach nicht selbstverständlich ist, getauft zu sein. Viele von ihnen haben sich, im Gegensatz zu Deutschland, selbst dafür entschieden sich taufen zu lassen und somit Christen zu werden.


Jeden Freitag treffen wir uns mit ein paar Jugendlichen aus der Gemeinde zu einer sogenannten „Cell-Group“. Das ist ganz einfach eine Jugendgruppe. Das ist immer total nett und macht Spaß, auch wenn ich Freitagabend oft müde bin. Sie beginnt nämlich leider immer erst um 20.30 Uhr und geht bis 22.00 Uhr oder länger.

Zu Beginn wird immer ein Auflockerungsspiel (oder wie wir alten Hasen in der Jugendarbeit gerne sagen: Warming-Up) gemacht. Lustigerweise kannte ich das erste das wir gespielt haben bereits etwas anders. Vllt kennt der eine oder andere von euch Die-Wo? Das vom letzten Freitag war so eine Art Tabu und war einfach auch nur wahnsinnig lustig. Danach geht es dann lockerflockig weiter mit ein paar Liedern und zwischen drinnen Gebeten. Dann kommt ein Bibeltext. Danach diskutieren wir über irgendein Thema (welches ist völlig egal). Das Ganze ist echt toll. Jeder Teil wird auch von jemand anderem übernommen. Der Leiter, Joel führt zwar so ein bisschen durch die Gruppenstunde und hilft wenn man ihn braucht, aber den größten Teil machen die Jugendlichen selber.

Und sonntags findet um 9.30 Uhr Gottesdienst statt. Dieser gestaltet sich so vollkommen anders, als der Deutsche. Alleine vom Aufbau her, als natürlich auch von den Liedern, der Reihenfolge, der Predikt und der Länge (dauert ca. 2 Std.). Der ganze Gottesdienst bezieht sich auf den Alltag der Menschen. So ist es z.B. völlig normal, für die Regierung zu beten, dass sie bei ihren Entscheidungen an ihr Volk denken mag.

Was sonst in der Gemeinde so alles passiert, werde ich im Laufe der Zeit sicher noch herausbekommen und euch dann natürlich auch mitteilen.

Soweit erst mal, einzelne ausführliche Berichte folgen


Sonntag, 21. September 2008

einfach unbeschreiblich in KL

Huhu!

Ich habe gerade ein wunderschönes, aufregendes, spontanes, abenteuerliches Wochenende mit viel Lachen, glücklichsein, einkaufen, singen, tanzen, reden, sich-über-das-Leben-freuen und vieles mehr hinter mir.
Wie das kommt?
Also: Die Marina ist übers Wochenende nach Hause geflogen, weil ihre Schwester heiratet. Kurzerhand ist dann die Kathi, die ich aus Bethany Home kenne, zu mir zu Besuch gekommen. Gestern wollten wir uns ein bischen die Stadt und Chinatown "anschauen", was allerdings, ich gebs ja zu, in einem riesen Einkaufsbummel geendet hat :-). Halb so schlimm. Ich hab immer noch Geld auf dem Konto und ich bereue kein einziges Teil, das ich mir geleistet hab. Sind doch alle in irgendeiner Weise nützlich (auch wenn sie nur als Staubfänger auf dem Regal verweilen).
Zu abend gegessen haben wir dann in einer sehr lustigen, gemütlichen Reggae-Bar. Dort wurden wir von zwei Lady-Boys bedient (die waren voll putzig) und bekamen eine Energiemassage.
Unser letzter Bus wäre um 9.45 pm gegangen. Da wir allerdings noch putzmunter und voller Tatendrang waren, beschlossen wir uns in KL eine Unterkunft für diese Nacht zu suchen und uns dann auf den Weg zu irgendeinem Club zu machen. Keine 5 min. später hatten wir in einem Backpacker-Hostel eingecheckt, die nächste Maybank aufgesucht (uns ist das Geld ausgegangen ;-) ) und uns auf den Weg zum KLCC gemacht. Dort sollte es 2 Clubs geben. Tja, falsch gedacht. Dort gab es nicht 2 sondern eher 20! Sind dann in einem Beach-Club gelandet mit Liveband und haben dort doch tatsächlich 4 deutsche Studenten kennengelernt.
Die Nacht wurde dann noch recht lustig und um halb 4 in der Früh sind wir dann völlig erschöpft, aber glücklich in unsere Betten gesunken.
Und wie es uns heute geht? Naja, was soll ich sagen... Den Umständen entsprechend ;-). Ich habe keine Stimme mehr und bin etwas erkältet und hundemüde. Aber hey, das hat sich echt gelohnt!

Ach ja, wir haben gestern übrigens sehr viele Sachen ausprobiert. Ich habe z.b. gestern den ersten Bayern meines Lebens gegessen :-). Das war ein Erlebnis. Wie, ihr wisst nicht was das ist?
Noch nie bei Dunkins Donut gewesen?

Tadaaaa, des Rätsels Lösung :-) (Schmeckt wie ein Vanillekrapfen und heißt "vanilla Bavarian")

Außerdem haben wir uns für 5 Ringits die Hornhaut durch Fische von den Füßen knabbern lassen. Man man, das war vllt ein Erlebnis. Das hat so gekitzelt.
Da seht ihr übrigens dann auch gleich mal die Kathi. Sehr lustiger und lieber Mensch, muss ich schon sagen.

So, das nur mal um euch einen kleinen Einblick zu geben, was man hier außer arbeiten sonst noch so alles treiben kann.
Es gäbe noch soo viele tolle Fotos, die nur darauf warten, euch gezeigt zu werden, aber das würde hier irgendwie den Rahmen sprengen, denke ich. Vllt schaffe ichs ja endlich mal, so eine Diashow hier einzubauen.

Macht es gut, fühlt euch gedrückt und bleibt schön brav ;-)

PS: Hier noch ein Bild vom Tag danach :-P:

Dienstag, 16. September 2008

Die Sache mit den Toiletten

So, da sich nun langsam die Normalität einstellt kann ich jetzt ja auch einmal mit meinen ersten Beobachtungen, Erkenntnissen, was auch immer beginnen.
Über den Kindergartenalltag werde ich allerdings erst in ein paar wochen etwas erzählen, da ich gerade mal zwei Tage dort mehr oder weniger gearbeitet habe und der Meinung bin, das dies keines Falls ausreicht um ein umfangreiches Bild über den Kiga zu bekommen.
Deshalb erst einmal zu etwas anderem.
Die Sache mit den Toiletten.

Zu diesem Bericht sollte man allerdings wissen, das einige meiner Freunde vor meinem Abflug mir ständig unter die Nase gerieben haben, dass es in Malaysia kein Klopapier gäbe und eine von ihnen hat mir dankenswerterweise auch welches geschenkt :-).

Ich muss zugeben, mit diesem Geschenk lag sie keinesfalls ganz falsch. Oft trifft man öffentliche Toiletten ohne dieses nützliche Etwas an. Allerdings gibt es dort dafür einen wunderbaren Schlauch aus dem Wasser kommt (wenn man es andreht, versteht sich natürlich), für was auch immer. Meinen die allen Ernstes, das ich mir damit meinen Popo abspritze?!?!? Und wie soll ich dann bitte meine Unterhose und Hose wieder anziehen, ohne danach auszusehen, als hätte ich es nicht mehr rechtzeitig bis zur Toilette geschafft? Sehr sehr merkwürdig das Ganze.
Oft gibt es auch garkeine Toiletten auf denen man sich gemütlich niederlassen kann, sondern nur solche Löcher im Boden (comme en France), oder aber etwas niedrigere Toiletten, die auch nur zum Hinstehen da sind (von mir aber schon fälschlicher Weise als Sitztoiletten verwendent wurden :-) ). Diese Art hat auch eine Automatikspühlung, die nur Funktioniert, wenn man richtig davor steht (was natürlich sitzenderweise nicht ganz funktioniert). Das hat schon zu sehr amüsanten Klo-Tänzen geführt, die glücklichwer Weise nicht gesehen wurden.
Allerdings muss man dazu sagen, dass es oft auch draußen Klopapier gibt, das man mit hineinnehmen muss. Das muss man vorher aber auch erst mal wissen, denn hinterher nützt einem das Wissen herzlich wenig, außer vllt fürs nächste Mal.

Ich hoffe, ihr habt jetzt einen umfassenden Einblick bekommen.

Es folgen Berichte über Türen auf- und zusperren, den lebensgefährlichen Straßenverkehr und vieles mehr. Ich hoffe, es hat euch ein bisschen unterhalten.

Bis bald!

PS: Ich habe heute wieder einmal meine Unfähigkeit zum Leben bewießen indem ich gegen eine geschlossene Glastüre gelaufen bin. Oh oh, armes Ich ^^

Samstag, 13. September 2008

Darf ich vorstellen...

Nun, da wir in Cheras in unserer tollen 4-Zimmer-Wohnung angelangt sind, den Kindergarten und Cheras schon etwas kennengelernt haben, möchte ich euch mal meine 3 Mitreisenden vorstellen:

Das ist die Marina. Mit ihr arbeite und wohne ich zusammen! Wird sicher lustig mit ihr (is es ja jetzt schon.
Und das sind der Alex und der Bene. Die beiden haben wir in Bethany Home gelassen. Allerdings werden wir sie trotzdem öfter sehen und mit ihnen was unternehmen usw...

So, das wärs.

Skype funktioniert übrigends, nicht wahr, Benno? ;-) War ein sehr spaßiges Telefonat gestern Abend, muss ich sagen.

Machts es gut, genauere Berichte folgen.

Lg, Rahel

Dienstag, 9. September 2008

Bethany Home

Gestern haben wir also unser gemuetliches Hotel verlassen und uns nach Bethany Home begeben. Die M arina und ich bleiben bis Freitag hier um uns alles anzuschauen usw. Dann werden wir endlich in unsere lang ersehnte Wohnung kommen und die Gemeinde Cheras in der wir arbeiten werden, kennenlernen.
Ab da werden wir dann auch regelmaessig internet haben. Allerdings kann ich euch jetzt gleich sagen, dass ich nicht in icq oder msn online sein werde. Aus verschiedenen Gruenden. Ich bin jetzt hier in diesem fremden Land und moechte hier auch ankommen und wirklich hier leben. Wuerde ich abend fuer abend am PC verbringen und mit euch chatten haette ich doch das gefuehl, zuhause zu sein. Und das moechte ich nicht. Ich freue mich immer ueber eine Nachricht von euch, aber ich denke es ist gut, wenn das nicht zu haufig ist. Ueber Briefe freue ich mich ganz besonders :-).
Also, seid mir nicht boese. Ihr werdet ja trotzdem auf dem laufenden sein. Und vllt koennen wir ja mal skypen, wenn es der Zeitunterschied zulaesst.

Samstag, 6. September 2008

Welcome to Malaysia

Hallo meine Lieben,

ich bin mittlerweile gut in Kuala Lumpur angekommen. Wir verbringen die Tage bis naechsten Montag zusammen in einem Hotel (welches sehr schoen ist, sogar mit pool!), bis wir am Montag dann nach bethany home fahren, wo die Jungs arbeiten werden. Dort bleiben wir bis spaetestens Freitag. Dann werden wir unsere Wohnung beziehen.
Tja, was soll ich sagen. Malaysia finde ich persoenlich sehr sehr aufregend, toll, vielseitig und noch sooo vieles mehr. Ich weiss garnicht, wie ich das alles beschreiben soll. Wir empfinden es schon als sehr warm, obwohl die anderen meinen, es waere die kaelteste Jahreszeit. Es regnet auch sehr viel. Finde ich nicht schlimm. Ist ja, dank der Hitze gleich wieder trocken.
Eine deutsche Pfarrersfamilie kuemmert sich sehr lieb um uns, sie haben 2 Toechter in unserem Alter und noch zwei juegere Jungs. Heute waren wir schon mit dem chinesischen Bischof beim Essen. Er ist total der herzliche Mensch und ich freue mich auch in Zukunft mit ihm Kontakt zu halten (er ist der Bischof unserer Gemeinde).
So, alle ausfuehrlichen Berichte ueber essen, Klopapier (nicht wahr, Chrissi :-) ) und sonstiges kommen im Laufe der naechsten Wochen, wenn ich regelmaessiger Internet habe.
Wir fahren jetzt jedenfalls in die Mega-Mall ein riiiiiiiessen Einkaufszentrum. Bin schon gespannt ... Die Preise sind hier sehr viel billiger...

Ganz liebe Gruesse!

Rahel

Mittwoch, 3. September 2008

Dubai


Hallo Leute,

ob ihrs glaubt oder nicht, ich sitze gerade in Dubai am Flughafen. Es ist hier grad 2 uhr nacht und wir warten auf unseren Anschlussflug nach Kuala Lumpur. Bis jetzt hat alles ohne Probleme funktioniert, hoffen wir, dass es so bleibt.

Danke nochmal an alle, die am Freitag da waren. Ich habe mich total gefreut, war ne schöne Abschiedsparty!

Und dann noch ein ganz großes Dankeschön an alle, die mich mit zum Flughafen gebracht haben.

Also ich finde das Fliegen lustig :-). Die andren teilweise zwar nicht so, aber mir machts spaß. (Und das Flugzeugessen ist auch toll ^^)
Also, ich meld mich dann mal wieder wenn ich angekommen bin (oder irgendwann anders dann...).
Macht es gut,

bis dann!