Donnerstag, 25. September 2008

Alltag in Cheras

So, nun mal ein Bericht, wie es hier so Tag ein Tag aus in der Gemeinde und im Kindergarten abläuft (damit ihr nicht den Eindruck bekommt, dass ich nur am rumreisen und feiern bin ;-) ).

Wie ihr ja mittlerweile wisst arbeite ich in einem Chinesisch-Christlichen-Kindergarten. Das Gebäude in dem er sich befindet, ist gleichzeitig auch die Kirche und das Gemeindezentrum.

Den Kindergarten besuchen zwischen 300 und 400 Kindern (genauer konnte man mir das bis jetzt nicht sagen...). Diese sind wiederrum in Vormittags- und Nachmittagsgruppen aufgeteilt. Da ich über die ganze Struktur usw noch nicht so bescheid weiß werde ich den detailierten Bericht auf wann anders verschieben.

Jedenfalls arbeite ich nun schon seit fast 2 Wochen hier. Ich kann gerade noch garnicht so sagen, ob es mir nun gut oder nicht so gut gefällt, da wir im Moment noch nicht mit so vielen Aufgaben haben. Wir sitzen oft in irgendwelchen Klassen drinnen und beobachten die Lehrer bei ihrer Arbeit, helfen bei irgendwelchen Aktivitäten mit oder befinden uns im Learningcenter (was das genau ist erfahrt ihr auch in dem genaueren Bericht).

(Mädchen mit besonderer Uniform)

Die Gemeinde ist recht groß, finde ich. Genaue Angaben lassen sich im Moment auch darüber noch nicht machen.

Jedenfalls wird hier der Glaube viel stärker gelebt, als bei uns. Das liegt sicher auch daran, dass es 1. einfach eine Minderheit in Malaysia ist, die Christen sind und 2. dass es für sie einfach nicht selbstverständlich ist, getauft zu sein. Viele von ihnen haben sich, im Gegensatz zu Deutschland, selbst dafür entschieden sich taufen zu lassen und somit Christen zu werden.


Jeden Freitag treffen wir uns mit ein paar Jugendlichen aus der Gemeinde zu einer sogenannten „Cell-Group“. Das ist ganz einfach eine Jugendgruppe. Das ist immer total nett und macht Spaß, auch wenn ich Freitagabend oft müde bin. Sie beginnt nämlich leider immer erst um 20.30 Uhr und geht bis 22.00 Uhr oder länger.

Zu Beginn wird immer ein Auflockerungsspiel (oder wie wir alten Hasen in der Jugendarbeit gerne sagen: Warming-Up) gemacht. Lustigerweise kannte ich das erste das wir gespielt haben bereits etwas anders. Vllt kennt der eine oder andere von euch Die-Wo? Das vom letzten Freitag war so eine Art Tabu und war einfach auch nur wahnsinnig lustig. Danach geht es dann lockerflockig weiter mit ein paar Liedern und zwischen drinnen Gebeten. Dann kommt ein Bibeltext. Danach diskutieren wir über irgendein Thema (welches ist völlig egal). Das Ganze ist echt toll. Jeder Teil wird auch von jemand anderem übernommen. Der Leiter, Joel führt zwar so ein bisschen durch die Gruppenstunde und hilft wenn man ihn braucht, aber den größten Teil machen die Jugendlichen selber.

Und sonntags findet um 9.30 Uhr Gottesdienst statt. Dieser gestaltet sich so vollkommen anders, als der Deutsche. Alleine vom Aufbau her, als natürlich auch von den Liedern, der Reihenfolge, der Predikt und der Länge (dauert ca. 2 Std.). Der ganze Gottesdienst bezieht sich auf den Alltag der Menschen. So ist es z.B. völlig normal, für die Regierung zu beten, dass sie bei ihren Entscheidungen an ihr Volk denken mag.

Was sonst in der Gemeinde so alles passiert, werde ich im Laufe der Zeit sicher noch herausbekommen und euch dann natürlich auch mitteilen.

Soweit erst mal, einzelne ausführliche Berichte folgen


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